Nagold und Calw schließen sich zusammen

Fusion der beiden Ev. Kirchenbezirke in den Bezirkssynoden beschlossen / Startpunkt evtl. schon Anfang 2019

Über zwei Jahre wurde verhandelt, nun haben die beiden Ev. Kirchenbezirke Calw und Nagold in getrennten Kirchenbezirkssynoden jeweils beschlossen: die Fusion kommt.

Die Kirchenbezirke Calw und Nagold haben den Zusammenschluss eingeleitet. In den Bezirkssynoden am vergangenen Wochenende wurde jeweils mit Mehrheit dem Vorschlag zugestimmt, eine Fusion der Bezirke vorzunehmen und die Gründung eines neuen Kirchenbezirks „Calw-Nagold“ voranzutreiben.
Auslösende Gesichtspunkte für die Entscheidung waren in den Synoden die Herausforderung des demografischen Wandels und der Wille, stärker gemeinsame Strukturen der Zukunft innovativ, früh und selbstbestimmt zu gestalten.

In lebhaften, konstruktiven Diskussionen der Bezirkssynoden wurde von den Befürwortern dazu auf die vielen Synergieeffekte verwiesen, die eine solche neue gemeinsame Struktur bringe. Jetzt sei es an der Zeit, die intensive Zusammenarbeit der beiden Bezirke auf die nächste Stufe zu heben. Gegner der Fusion führten vor allem ins Feld, dass die Zeit jetzt noch nicht reif sei. Beide Bezirke seien in sich stabil und lebensfähig – eine Fusion zum jetzigen Zeitpunkt komme zu früh.

Die Mehrheit konnte sich diesen Argumenten nicht anschließen – es wurde vor allem auf den Mut verwiesen, hier und heute zu beginnen kirchliche Strukturen so aufzustellen, dass sie langfristig lebbar sind. Dazu die beiden Dekane Albrecht und Hartmann: Wir wollen in guten Zeiten proaktiv tätig werden, damit wir, wenn schwierigere Jahre kommen, dann nicht nur reagieren können.

Allen war klar, dass sie eine Entscheidung treffen, die hohe Auswirkungen und historisches Ausmaß haben wird. Entsprechend engagiert wurde diskutiert, entsprechend kontrovers wurde argumentiert.
Und am Ende stand in beiden Synoden die Mehrheit: die Fusion kommt. Und mit ihr ein neuer Kirchenbezirk: Calw-Nagold.

Mein Name ist Hase – ich weiß Bescheid …

Was für ein Fest! Ostern feiert: Jesus ist auferstanden! Das Unfassbare kommt uns zum Greifen und Hören und Glauben nah: kein Sterben, kein Leiden, keine Schuld, kein Tod hat das letzte Wort in unserem nahen Leben und in unserer weiten Welt.

So wenig davon zu sehen sein mag, so viel steht doch seit Ostern vor dem inneren Auge: Die Barriere des Todes ist gesprengt. Und in den Gottesdiensten an Ostern kann es wieder gesagt, gesungen und gebetet werden: »Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden!«

Dieser Stein, der vor dem Grab lag und weggewälzt wurde, ist so umwälzend, dass es bis in die alltäglichsten Osterfestbräuche durchscheint. Sogar der Hase predigt von Ostern. Jeder eierlegende Osterhase – und würde er noch so sehr mümmeln mit den Worten »Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts« – erzählt vom Osterwunder.

Osterhase? Wirklich? Ist das nicht heidnisch bis auf die letzte Tatze? Nein! Bleibt auch vieles mit seinem Ursprung im Dunkeln, ist er doch auf der anderen Seite ein hervorragender Auferstehungsprediger.
Warum kam er in Verbindung mit Ostern? Hier drei Lösungsvorschläge – suchen Sie sich den für Sie passenden, den Besten aus:

1. Die Ostereier sollten etwas Besonderes sein. Also konnten sie keine Hühnereier sein. Wer musste sie entsprechend bringen? Einer, der sonst ganz gewiss keine Eier legte, aber auch im frühen Jahr in Dorfnähe und in die Gärten kommt: der Hase. Somit wird das Wunder aller Wunder durch das kleine Wunder des eierlegenden Hasen illustriert.

2. Zins und Steuern mussten im Mittelalter in der Osterzeit entrichtet werden. Konnten sie abgetragen werden, so war man als Leibeigener frei. Solche Freiheit wurde damals mit der eines Hasen verglichen, der, obwohl vom Jagdhund gejagt, doch nicht gefangen werden konnte.

3. In alten Bibelübersetzungen ist an verschiedenen Stellen von Hasen die Rede. Eigentlich ist hier eine andere Tierart gemeint: der Klippdachs, ein Wüstentier, aber das war damals noch nicht bekannt in deutschen Landen. Also hat man stattdessen »Hase« geschrieben. Und wusste, wie der Hase läuft: Der Hase wird durch seine Kunst, sich zu verstecken, in diesen so übersetzten alttestamentlichen Stellen verglichen mit Glaubenden, die sich bei Gott bergen und Zuflucht finden. Dort, wo der Tod dann hinreichen will, findet er niemanden. Die Glaubenden werden von Gott versteckt vor dem letzten Tod. Sie sind geborgen in Gott. Ihnen gilt das neue, das ewige Leben.

Klar, am Ende erzählt der Hase nicht alles von Ostern. Und der beste Ort, Ostern zu feiern, ist auch nicht dort, wo Fuchs und Hase sich »Gute Nacht« sagen. Nur so viel stimmt: Wenn schon Max Mümmelmann eine Osterpredigt halten kann, wie klar kann erst das »Jesus ist auferstanden!« in den Chorälen und Osternächten, den Friedhofsfeiern am Ostermorgen und den Ostergottesdiensten gehört und geglaubt werden! Da wird es dann richtig laut, fröhlich, tröstlich, feiernd – und dann wissen Sie neu darüber Bescheid, wie es Jesus Christus verspricht: »Ich bin die Aufersethung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben!« (Johannes 11,25).

Erleben Sie die Ostergottesdienste. Feiern Sie mit! Gesegnetes Osterfest!

Dekan Ralf Albrecht, Ev. Kirche Nagold 

Mit Nagold nach Israel!

Mit Nagold nach Israel! Eine großartige, einzigartige Gelegenheit. Möchten Sie in familiärer Atmosphäre das alte und neue Gesicht des Erez Israel kennenlernen? Möchten Sie sich unter fachkundiger Leitung die Biblischen Stätten zeigen lassen? Möchtet Sie zusammen mit anderen sich erholen, im...

mehr

Zwischenvisitation in der Kirchengemeinde und im Kirchenbezirk Nagold

Seit 2003 wurden sie nicht mehr »visitiert« – jetzt ist es wieder so weit. Ev. Kirchenbezirk und Ev. Kirchengemeinde Nagold werden durch Prälat Dr. Christian Rose besucht.

In einer kurzen Form der »Zwischenvisitation« macht sich Prälat Dr. Christian Rose, Regionalbischof aus Reutlingen, ein Bild...

mehr

Lichtmesskonferenz mit Manfred Siebald

Zum 162. mal findet in Nagold am Sonntag, dem 4. Februar 2018 die Lichtmesskonferenz statt. Hauptreferent ist der bekannte christliche Liedermacher Manfred Siebald. Der Titel seines beliebten Segensliedes »Geh unter der Gnade« ist zugleich Motto der Veranstaltung. Nach seinem Hauptvortrag, zu dem...

mehr

  • Meldungen aus der Landeskirche

  • Bildung für alle

    Die Bedeutung der Bildung in evangelischer Theologie und Kirche ist nach Überzeugung von Landesbischof July kaum zu überschätzen. Weil der Protestantismus allen das Lesen der Bibel ermöglichen wollte, habe er breiten Schichten Zugang zur Bildung verschafft.

    mehr

  • 50 Jahre Klosterkonzerte Maulbronn

    Mehr als 1.000 Konzerte mit Künstlern und Ensembles aus aller Welt und hunderttausende Besucherinnen und Besucher. So lassen sich 50 Jahre Klosterkonzerte Maulbronn beschreiben. Das Festjahr, das das Ensemble Classique mit seinem Programm „Brassissimo“ am 12. Mai eröffnet, lässt Besonderes erwarten. Stephan Braun hat den künstlerischen Leiter Sebastian Eberhardt gesprochen.

    mehr

  • Deutscher Fundraisingpreis

    Die kirchliche Initiative „Was bleibt.“ ist mit dem ersten Preis des Deutschen Fundraising Verbandes ausgezeichnet worden. Die gemeinsame Initiative der badischen, württembergischen und sechs weiteren evangelischen Landeskirchen und ihrer Diakonien behandelt Fragen des Erbens und Vererbens, um Menschen über diese Tabuthemen frühzeitig miteinander ins Gespräch zu bringen.

    mehr