Warum lässt Gott das zu?

Eine bekannte Frage. Eine bohrende Frage. Eine unbeantwortbare Frage. Generationen kämpfen mit ihr, und sie verlieren. Zu viel haben wir persönlich an Leid erlebt, zu viel Leid gibt es in unserer Region, in diesem Land, in unserer Welt. Nie wird uns diese Frage verlassen, nie hier auf dieser Erde werden wir sie befriedigend beantworten können. Sondern viel selbst weinen und mitweinen mit denen, die unter dem »Warum« leiden.
 
Warum lässt Gott das zu? Stellt man diese Frage hart und trauernd und zweifelnd, dann hat sie doch auch eine andere Seite. Jetzt in der Herbstzeit mit Erntedankfest und vielem anderen:

Warum lässt Gott das zu? Dass seit über 70 Jahren dieses Land in Frieden leben kann, dass Freundschaften und Bekanntschaften wie selbstverständlich sogar mit Menschen in Ländern geschlossen wurden, die man früher »Erbfeinde« nannte. Unvorstellbar wäre das noch vor Jahrhunderten gewesen – jetzt ist es Realität.

Warum lässt Gott das zu? Auch heute Morgen konnten wieder viele, viele von uns gesund aufstehen und schlicht und einfach den Tag selbstbestimmt beginnen. Wer immer jetzt diese Zeilen liest, hat die entsprechende Schulbildung genossen, das entsprechende Augenlicht und hat die Zeit und Gelegenheit, digitale Infos mit PC und/oder Smartphone/Tablet aufzunehmen.

Warum lässt Gott das zu? Auch dieses Jahr wurde und wird in unserem Land geerntet. Erträge an Weizen und Trauben, Feldsalat und Möhren werden eingefahren. Menschen können hier in der Region Eier und Milch erwerben, Mineralwasser und Fruchtschorle, von dem sie wissen, woher sie kommen und was dafür aufgewendet wurde.

Warum lässt Gott das zu? Viele, viele von uns können ein Dach über dem Kopf genießen. Es gibt morgens warmes Wasser und abends eine heiße Heizung. Strom fließt und Lichter brennen, Die Klingel funktioniert und evtl. steht sogar ein Auto in der Garage – andernfalls gibt es einen funktionierenden Nahverkehr, der uns von A nach B bringt, und das zu einem bei allem Klagen durchaus erschwinglichen Preis. Unser Müll wird abgeholt – und Nachbarn passen sogar oft hilfreich aufeinander auf.

Warum lässt Gott das zu? Die allermeisten unter uns sind nicht alleine und einsam. Sie haben einen Menschen oder sogar mehrere, die sich um sie sorgen. Die gerne Zeit mit ihnen verbringen und nach ihnen fragen. Sie können mit ihnen in der Verbindung stehen und sich miteinander am Leben freuen.

Warum lässt Gott das zu? Wer immer diese Sätze liest, wird von IHM wieder daran erinnert, dass Gott ein lebendiger Gott ist. Dass er zu uns spricht in den Geschichten und Zusagen der Bibel. Dass er auf uns hört, wenn wir beten. Und dass er uns einlädt, ihn persönlich zu erleben und ihm zu begegnen durch Trost, den wir in Trauer erfahren. Einsichten, die uns in unklaren Situationen den Weg klären.
 
Warum lässt Gott das zu? Das Gute vielleicht deshalb: Dass wir die Möglichkeit haben, jeden Morgen oder Abend uns auch etwas Zeit zu nehmen, um innezuhalten, Gott »Danke« zu sagen und zu merken, dass alles Gute alles andere als selbstverständlich ist. Wir verdanken es nicht uns selbst.

»Lobe den HERRRN, meine Seele, und vergiss nicht, was ER dir Gutes getan hat.« (Psalm 103,2). Wider die Dankdemenz. Danken nicht vergessen. Denn wer nachdenkt, der dankt auch. Das lässt Gott gerne zu.

500, fertig, los!

Zum Reformationsjubiläum finden in Nagold und Umgebung mehr als 60 Veranstaltungen im Jahr 2017 statt. Jetzt wurde die Jubiläumsbroschüre vorgestellt.

Der Ev. Kirchenbezirk Nagold hat sein Programm fürs Reformationsgedenken vorgestellt. In einem eigenen Projektheft wurde gesammelt, was die Kirchen und Institutionen zum Jahr 2016/2017 an Veranstaltungen bieten, die sich dem Thema widmen: 500 Jahre evangelisch. Herausgekommen ist eine beeindruckende Vielfalt von Themen und Formaten.

Das Projektheft mit einem Umfang von mehr als 55 Seiten liegt in Kirchen und Gemeindehäusern aus, kann auch im Dekanat bezogen werden.

 

 

Frisch, fröhlich, fair

Es ist ein Renner in der Kinderkircharbeit der Evang. Kirchengemeinde Nagold an der Stadtkirche, das Kinderkirchfrühstück. Am Sonntag, 12. März 2017 mit einer ganz besonderen Note: Die Kinder genossen ausnahmslos regionale, faire Produkte.

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ZusammenWachsen: Informationen zum PfarrPlan 2024

Kaum ein Thema wird uns im kommenden Jahr so stark beschäftigen wie dieses – und es kann nur gemeinsam bewältigt werden: der weitere Umbau unserer Kirche auf dem Hintergrund der Tatsache, dass wir dem demografischen Wandel unterliegen. Der neue Bezirksbrief 2017-03 enthält ausführliche Informationen...

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Das Heilige Land entdecken

Erlebnisreise des Kirchenbezirks Nagold nach Israel, 8. – 18. Mai 2017:

Es ist ein kleines, aber das bekannteste Land der Welt: Israel. Ein besonderes Land. Das Ursprungsland der Bibel. Voller hochspannender Zeugen aus Gegenwart und Geschichte. Und jetzt gibt es die Möglichkeit, mit dem...

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  • Geschenk des Lebens und der Freiheit gefeiert

    Mit einem Jugendtag ist am 24. September das zentrale zweitägige Festival der Evangelischen Landeskirche in Württemberg zum Reformationsjubiläum auf dem Stuttgarter Schloßplatz zu Ende gegangen. Insgesamt haben rund 20.000 Besucherinnen und Besucher und 400 zum Teil ehrenamtlich Mitarbeitende das gemeinsam von Landeskirche, der Diakonie und dem Jugendwerk in veranstaltete Fest gefeiert.

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  • Ein Zeichen der Freiheit

    Am 23. September hat das Festival der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, ihrer Diakonie und ihres Jugendwerks begonnen. Danach hat ein Non-Stop-Programm auf drei Bühnen begonnen, dass bis in den späten Abend am Samstag gelaufen ist und am heutigen Sonntag noch bis 17:30 Uhr weiter geht.

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  • Das FESTIVAL läuft

    Mit Gospel im Osten und Deine Ludder ist das zweitägige Festival der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, ihrer Diakonie und ihres Jugendwerks gestartet. Jetzt gilt's: Dabei sein und mitfeiern.

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