Weihnachten: Der geheilte Riss

Wenn kunstvolle Gefäße in Japan zerbrechen, dann gibt es eine ganz besondere Art, diese wieder zusammen zu fügen. Sie werden nicht einfach geklebt. Sondern die einzelnen Teile werden mit flüssigem Gold wieder ganz zusammengebracht, stärker zusammengehalten als je zuvor, kostbarer als je zuvor. Die Risse sind allesamt sichtbar. Sie werden aber ganz neu sichtbar, als kunstvolle Goldlinien im neu zusammengesetzten Gefäß. Ein echtes Kunstwerk.

Für mich ist das ein geniales Bild geworden für das Geschenk von Weihnachten. Es ist so vieles zerrissen und zerbrochen – in unseren Herzen und in unserer Welt. Da liegt manches in Scherben. Diese Welt hat millionenmal Risse bekommen.

Aber Gott ist das ganz und gar nicht egal! Er will genau dorthin gehen, wo diese Risse klaffen und diese Scherben liegen. Gott kommt zur Welt. In einer total unheiligen, geschäftigen, einsamen, elenden Nacht.
Und jetzt geschieht etwas Unfassliches. Gott nimmt sich selbst all dieser Scherben und Risse an. Er geht da mitten hinein und macht daraus etwas ganz Besonderes, etwas Heiliges. Den Heiligen Abend, die Heilige Nacht. Denn in dieser Nacht heilt Gott im Kind in der Krippe alle Risse, alle Scherben dieser Welt und meines Herzens.

Sie sind weiterhin sichtbar, oh ja. Und wie! Aber sie sind zugleich ganz neu geheilt, zusammengebracht zu einem einmaligen Ganzen, zur Rettung der Welt! So sind sie sichtbar und zugleich Gold wert. Alles Wert. Diese Welt und ihre Risse waren und sind Gott sein eigenes Leben wert. Jesus Christus ist in alle Risse dieser Welt getreten. Er hat den Riss zwischen Himmel und Erde geheilt, und kann uns Menschen nach Hause in den Bereich der Heiligen Nacht, der geheilten Beziehung von Gott zu Mensch bringen.
Wertvoller kann eine Nacht nicht sein. Wertvoller kann ein Abend nicht sein. Wertvoller kann Heil nicht sein.

Das verspricht Gott für den Heiligen Abend hoch und heilig: »Siehe, ich verkündige Euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird, denn Euch ist heute der Heiland geboren!« (Lukas 2,10). Niemand muss mehr sein Heil in der Flucht versuchen. Denn das ewige Heil kommt zur Welt – und es kommt an Weihnachten bis zu mir.

Deshalb: Allen einen gesegneten Heiligabend und ein fröhliches Weihnachtsfest!

Ihr Dekan Ralf Albrecht, Ev. Kirche Nagold

Luther im Schwarzwald: Auf den Spuren der Reformation

Was denken die Menschen im nördlichen Schwarzwald 500 Jahre nach Martin Luthers reformatorischen Impulsen über Glauben und Reformation? Welche Rolle spielt der Reformator heute?

Das Projekt »Luther im Schwarzwald« der Evangelischen Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald hat nachgefragt: bekannte und weniger bekannte Menschen, Kindergartenkinder und Oberstufenschüler, ehrenamtlich Tätige, Personen des öffentlichen Lebens und Politiker sind zu Wort gekommen. Diese Statements sind in das Buch »Luther im Schwarzwald« eingeflossen.

Parallel entstand eine projekteigene Website: www.luther-im-schwarzwald.de. Hier finden sich neben den Interviewtexten einige Video- und Audiobeiträge sowie die 95 Thesen Martin Luthers in der Sprache von heute. Schauen Sie rein! Es gibt auch eine Bestellmöglichkeit für das Buch.

Als Partner für die Umsetzung des Projekts und mit einer Förderung aus dem Fonds zum Reformationsjubiläum der Evangelischen Landeskirche in Württemberg konnten wir die SRH Hochschule Heidelberg (Campus Calw) gewinnen.

Jüdische Wurzeln des christlichen Glaubens

Vortrag mit Diskussion von Professorin Ruth Lapide / aus Funk und Fernsehen bekannte jüdische Theologin kommt nach Nagold. Ruth Lapide ist aus unzähligen Fernsehsendungen zum Thema jüdisch-christlicher Dialog bekannt. Sie ist die Witwe des berühmten jüdischen Theologen Pinchas Lapide. Sie ist 88...

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Frisch, fröhlich, fair

Es ist ein Renner in der Kinderkircharbeit der Evang. Kirchengemeinde Nagold an der Stadtkirche, das Kinderkirchfrühstück. Am Sonntag, 12. März 2017 mit einer ganz besonderen Note: Die Kinder genossen ausnahmslos regionale, faire Produkte.

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ZusammenWachsen: Informationen zum PfarrPlan 2024

Kaum ein Thema wird uns im kommenden Jahr so stark beschäftigen wie dieses – und es kann nur gemeinsam bewältigt werden: der weitere Umbau unserer Kirche auf dem Hintergrund der Tatsache, dass wir dem demografischen Wandel unterliegen. Der neue Bezirksbrief 2017-03 enthält ausführliche Informationen...

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  • Meldungen aus der Landeskirche

  • Forum Digitalisierung

    Über eine digitale Roadmap für die Landeskirche diskutieren heute mehr als hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Forum Digitalisierung im Stuttgarter Hospitalhof. Hier einige Eindrücke von der Veranstaltung.

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  • Klöster und Kirchen als Erlebnis inszenieren

    Die Klöster und Kirchen als „Schätze im Tourismus“ standen im Mittelpunkt des Empfangs der vier großen Kirchen im Land. Auf der Stuttgarter Touristikmesse CMT nahmen Experten am Donnerstag, 18. Januar, in Vorträgen und Gesprächen den „Urlaub für die Seele“ in den Blick.

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  • Schüler ausgezeichnet

    Zum 15. Mal haben am heutigen Donnerstag, 18. Januar, die evangelischen und katholischen Kirchen in Baden-Württemberg die Preisträgerinnen und Preisträger des Schülerwettbewerbs „Christentum und Kultur“ ausgezeichnet.

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