Richtschnur fürs Leben: Die zehn Gebote

 

 

Auf zwei Tafeln, erzählt die Bibel, hat Gott Moses die zehn Gebote gegeben. Sie sind Richtschnur für menschliches Handeln gegenüber Gott und den Menschen.

Durch die Wüste war das Volk Israel unterwegs, als Moses am Berg Sinai die beiden Tafeln erhielt. Das Ziel der Zehn Gebote ist nicht die die Unterdrückung menschlicher Selbstständigkeit, sondern umgekehrt die bleibende Sicherung grundlegender Freiheit. Wer sie liest oder hört, wird freilich zunächst mit ihrer Grenzen setzenden Wirkung konfrontiert. Aber wer sich auf sie einlässt, kann die Erfahrung machen, dass sie das Leben weiter und nicht enger machen. Die zehn Gebote gehören zu den ältesten Gesetzessammlungen der Welt und haben direkt und indirekt in vielen gesellschaftlichen Regeln Spuren hinterlassen.


In notwendigen Dingen: die Einheit. In fraglichen Dingen: die Freiheit. In allem: die Liebe. (Rupertus Meldenius (Peter Meiderlin), 1582-1651)

Bei der Zählung der Gebote gibt es im Judentum und in den christlichen Kirchen unterschiedliche Traditionen. Die hier wiedergegebene Fassung folgt der lutherischen und römisch-katholischen Zählweise. Eine andere ergibt sich dort, wo das Bilderverbot – »Du sollst dir kein Bildnis machen« – gesondert als zweites Gebot geführt wird.



Das erste Gebot


Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

 

Das zweite Gebot


Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.



Das dritte Gebot


Du sollst den Feiertag heiligen.

 



Das vierte Gebot


Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.

 



Das fünfte Gebot


Du sollst nicht töten.

 

Das sechste Gebot


Du sollst nicht ehebrechen.

 

Das siebte Gebot


Du sollst nicht stehlen.

 

Das achte Gebot


Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

 

Das neunte Gebot

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.

 

Das zehnte Gebot

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.