Frisch, fröhlich, fair

Es ist ein Renner in der Kinderkircharbeit der Evang. Kirchengemeinde Nagold an der Stadtkirche, das Kinderkirchfrühstück. Am Sonntag, 12. März 2017 mit einer ganz besonderen Note: Die Kinder genossen ausnahmslos regionale, faire Produkte.

Im Johannesraum direkt gegenüber dem Hauptportal der Stadtkirche herrscht schon geschäftiges Treiben. Sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben den Tisch wunderschön mit passenden Servietten und Kerzen gedeckt und erwarten die Kinder. Und die strömen zahlreich herein: Kinderkirchfrühstück. Ein sehr beliebtes Ereignis.

Heute aber unter einem ganz besonderen Vorzeichen. Für die Kinder stehen lauter regionale, faire und zu gutem Teil mit dem Bio-Siegel ausgezeichnete Produkte bereit. Diese Frühstücksaktion wurde vereinbart im Rahmen des Runden Tisches »Fairtrade-Town« der Stadt Nagold, an dem die Evangelische Kirche ebenfalls aktiv ist.

Dekan Ralf Albrecht: »Uns ist es als Kirche wichtig, uns dort mit zu beteiligen, wo auf Gottes gute Schöpfung und den verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen hingewiesen wird«. Und der Umweltbeauftragte der Stadt Nagold, Peter Widmann-Rau, begrüßt die Aktion ausdrücklich: »Die Kirchen sind für uns wichtige Partner beim Thema ökologisches Handeln. Für die Zertifizierung der Aktion Fairtrade-Town Nagold ist extra aufgeführt, dass wir auch kirchliche Aktionen zu diesem Bereich aufweisen.«

Möglich wurde diese Aktion durch die Unterstützung eines regionalen Lebensmittelhändlers: EDEKA Rentschler aus Nagold stellte die Lebensmittel zur Verfügung. »Wir halten gerade besonders gerne fair gehandelte und regionale Bio-Produkte für unsere Kunden vor«, betont Ulrike Rentschler, Juniorchefin. Und ihr Vater, Adam Rentschler, fügt hinzu: »Und gerne unterstützen wir damit praktisch die Arbeit der gemeinnützigen Institutionen vor Ort«.

So lernen die Kinder auf der einen Seite, dass gute Lebensmittel aus aller Welt es verdient haben, fair bezahlt zu werden. Gutes ist seinen Preis wert. Und auf der anderen Seite beißen sie herzhaft rein und futtern, was das Zeug hält. Fröhlich und fair geht es zu.

Was sonst die Kinderkirche ausmacht – biblische Geschichte, Musik, Gebet, Spiel – darf nicht fehlen. Und viel zu schnell geht die Zeit vorbei. Strahlende Kinderaugen
verabschieden sich – und die Mitarbeiter sind geschafft. Aber nur bis zum nächsten Sonntag, 9.30 Uhr, wieder in der Stadtkirche.