Eine schwere Geburt

Eine außergewöhnliche Weihnachtsgeschichte habe ich neulich gelesen: Es soll an der Weihnachtskrippe einer katholischen Kirchengemeinde im New Yorker Stadtteil Queens geschehen sein: Ort eines berührenden, ungewöhnlichen, unfassbaren Fundes. Ein Mitarbeiter der »Holy Jesus Child Church« (»Kirche des heiligen Jesuskindes«) entdeckte ein frisch geborenes Kind, einen Jungen, als er dessen Schreien hörte. Ausgerechnet in dieser Krippe! Ausgerechnet in der Kirche mit diesem Namen.

Dort ist ein Kind geboren. Jemand musste gewusst haben: Hier in der Kirche wird sich jemand um das Krippenkind kümmern. Hier, wo Jesus als Kind geboren gefeiert wird, gibt die Kirche alles, damit Kinder in unserer Welt willkommen sind. So wie hier in unserer Kirche in Nagold der Diakonieverband mit seinem Beratungsteam rund um werdendes Leben. Und mit seinem Arbeitskreis »Hilfe für Schwangere«, in dem viel getan wird, damit klitzekleine Kinder und ihre Mütter in unserer Welt willkommen sind. Übrigens: Zwei Tage nach dem Fund des neugeborenen Jungen in New York ist seine Mutter aufgetaucht. Die junge Frau hatte ihr erst wenige Stunden altes Kind in die Krippe gelegt – auf der Suche nach Hilfe. Und diese Hilfe gefunden.

Ich musste aber noch einmal an etwas anderes denken. Genau so ist doch Gott in unsere Welt gekommen. Es war eine schwere Geburt. Es gab kein Platz in der Herberge für das neugeborene Kind und seine Mutter – und kein Plätzchen in den Herzen der Menschen. Es hat sich um den neugeborenen Gott kaum jemand gekümmert, außer einem wahnwitzigen Herrscher, der ihn verfolgte. Und in der Heiligen Nacht kam niemand in den Stall, außer ein paar tief erschrockene Hirten, die ihre Schafe alleine ließen.

In genau diese Welt kommt Gott und wird als Mensch geboren. Gott kommt zur unvollkommenen Welt, um sich ihrer anzunehmen. Mit all ihren Zerbrüchen, ihren Sorgen, ihrer Schuld und ihren Problemen. Da will er hin, dort will er retten, helfen, heilen.

Er will in meinem Herzen neu geboren werden. Er will in mir zur Welt kommen. Oft eine schwere Geburt, aber bitter nötig. Und sooo hilfreich!

Christus ist geboren – eine schwere Geburt, mit schwerwiegenden, hochgesegneten Folgen. Deshalb gesegnete Advents- und Weihnachtfestszeit!
 
Dekan Ralf Albrecht

Nagold und Calw schließen sich zusammen

Fusion der beiden Ev. Kirchenbezirke in den Bezirkssynoden beschlossen / Startpunkt evtl. schon Anfang 2019

Über zwei Jahre wurde verhandelt, nun haben die beiden Ev. Kirchenbezirke Calw und Nagold in getrennten Kirchenbezirkssynoden jeweils beschlossen: die Fusion kommt.

Die Kirchenbezirke Calw und Nagold haben den Zusammenschluss eingeleitet. In den Bezirkssynoden am vergangenen Wochenende wurde jeweils mit Mehrheit dem Vorschlag zugestimmt, eine Fusion der Bezirke vorzunehmen und die Gründung eines neuen Kirchenbezirks „Calw-Nagold“ voranzutreiben.
Auslösende Gesichtspunkte für die Entscheidung waren in den Synoden die Herausforderung des demografischen Wandels und der Wille, stärker gemeinsame Strukturen der Zukunft innovativ, früh und selbstbestimmt zu gestalten.

In lebhaften, konstruktiven Diskussionen der Bezirkssynoden wurde von den Befürwortern dazu auf die vielen Synergieeffekte verwiesen, die eine solche neue gemeinsame Struktur bringe. Jetzt sei es an der Zeit, die intensive Zusammenarbeit der beiden Bezirke auf die nächste Stufe zu heben. Gegner der Fusion führten vor allem ins Feld, dass die Zeit jetzt noch nicht reif sei. Beide Bezirke seien in sich stabil und lebensfähig – eine Fusion zum jetzigen Zeitpunkt komme zu früh.

Die Mehrheit konnte sich diesen Argumenten nicht anschließen – es wurde vor allem auf den Mut verwiesen, hier und heute zu beginnen kirchliche Strukturen so aufzustellen, dass sie langfristig lebbar sind. Dazu die beiden Dekane Albrecht und Hartmann: Wir wollen in guten Zeiten proaktiv tätig werden, damit wir, wenn schwierigere Jahre kommen, dann nicht nur reagieren können.

Allen war klar, dass sie eine Entscheidung treffen, die hohe Auswirkungen und historisches Ausmaß haben wird. Entsprechend engagiert wurde diskutiert, entsprechend kontrovers wurde argumentiert.
Und am Ende stand in beiden Synoden die Mehrheit: die Fusion kommt. Und mit ihr ein neuer Kirchenbezirk: Calw-Nagold.

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