Danken kommt von Denken – Zu Erntedank

»Und dankt Gott, dem Vater, zu jeder Zeit für alles im Namen unseres Herrn Jesus Christus« (Epheser 5,20

Sie kennen das: ein Kind bekommt etwas geschenkt. Und pflichtschuldigst schiebt der Vater den Satz nach: »Und, wie sagt man jetzt?« Danke, das genügt.

Denn das klingt so, als ob man danken sollte. Es wäre höflich. Es gehört sich. Es wäre gut, auch wenn man im Prinzip schon alles hat, was man braucht und wollte. Aber den anderen, in diesem Fall Gott, freut es halt. Also bitte danken …

Nein! Danken ist etwas ganz anderes. Danken ist nicht meine Pflicht. Danken ist viel mehr.

Warum ist danken so wichtig?

Zum einen: Wer denkt, der dankt. Danken bewahrt mich vor Gedankenlosigkeit. Danken ist der Intelligenztest des Betens. Wer meint, beim Beten sollte man das Denken auch den Pferden überlassen, weil die einen größeren Kopf haben, der wird nicht danken. Wer aber nachdenkt, der kann nicht anders. Der landet beim Danken.

Wie viel denken Sie beim Beten? Sicher sehr viel, sehr schnell schweifen ja unsere Gedanken überall hin und immer wieder ab. Das aber ist nicht so entscheidend. Es kann jeden Augenblick beim Beten geschehen, dass ich neu in Gedanken in die Nähe des Vaterherzens Gottes zurückfinde, und dann ist alles gut. Es würde nur ein Entscheidendes fehlen, wenn mich meine Gedankenflüge nicht auf den Gedanken bringen würden, was ich jetzt danken kann. Denn wer denkt, der dankt. Aus jedem Gedanken kann man einen Dank machen. Deshalb heißt es ja auch: »und das Gute nicht vergessen, das er für mich tut« (Psalm 103,2).

Es gibt eine Form von Gebetsdemenz – und das überfällt mich, wenn ich nicht mehr danke. Dann muss ich mich auch nicht wundern, dass mir das Beten schwerer und schwerer fällt. Danken erhält mir das Beten – und die Hingabe wächst.

Und zum zweiten: Danken baut mich auf.

»Hört nicht auf zu beten und Gott zu danken« (Kolosser 4,2). So gibt es Paulus an die Gemeinde in Kolossä weiter. Und er weist damit auf einen Zusammenhang hin, der uns in unserem Christsein vielleicht viel zu wenig bekannt ist: Beten, besonders das Danken, macht müde Christen munter. Denn wer betet, tritt direkt in die Gegenwart Gottes. Ist direkt mit ihm in Verbindung. Und bekommt so Anteil an seiner Ausstrahlung. Lebt auf in seinem Licht. Kommt zur Ruhe in seiner Gegenwart, wo alles andere schweigen muss. Was aber zur Ruhe bringt, das macht wach.

Ganz besonders, so sagt Paulus, verhält es sich so mit dem Danken. »… und wacht darin mit Danksagung!« (Kolosser 4,2). Danken ist der Wachmacher Nummer eins. Denn im Dank erkläre ich mich einverstanden mit dem, was Gott in meinem Leben tut. Danken macht wach. Danken für das, was mir persönlich geschenkt ist. Danken für das, was Gott anderen um mich herum geschenkt hat. Danken an den Stellen, wo ich durchaus nicht von selbst drauf kommen würde, sondern zuerst mächtig grübeln und nachdenken muss. Das hält wach.

Und zum dritten: Danken gefällt Gott. »Wer mir Dank sagt, der bringt mir ein Opfer, das mich wirklich ehrt. Wer auf dem Weg bleibt, der erfährt meine Rettung« (Psalm 50,23). Danken macht viel mit Gott. Es ehrt ihn. Es macht ihn groß. Danken baut Gott auf.

Wer denkt – der dankt. Gott.

Nagold und Calw schließen sich zusammen

Fusion der beiden Ev. Kirchenbezirke in den Bezirkssynoden beschlossen / Startpunkt evtl. schon Anfang 2019

Über zwei Jahre wurde verhandelt, nun haben die beiden Ev. Kirchenbezirke Calw und Nagold in getrennten Kirchenbezirkssynoden jeweils beschlossen: die Fusion kommt.

Die Kirchenbezirke Calw und Nagold haben den Zusammenschluss eingeleitet. In den Bezirkssynoden am vergangenen Wochenende wurde jeweils mit Mehrheit dem Vorschlag zugestimmt, eine Fusion der Bezirke vorzunehmen und die Gründung eines neuen Kirchenbezirks „Calw-Nagold“ voranzutreiben.
Auslösende Gesichtspunkte für die Entscheidung waren in den Synoden die Herausforderung des demografischen Wandels und der Wille, stärker gemeinsame Strukturen der Zukunft innovativ, früh und selbstbestimmt zu gestalten.

In lebhaften, konstruktiven Diskussionen der Bezirkssynoden wurde von den Befürwortern dazu auf die vielen Synergieeffekte verwiesen, die eine solche neue gemeinsame Struktur bringe. Jetzt sei es an der Zeit, die intensive Zusammenarbeit der beiden Bezirke auf die nächste Stufe zu heben. Gegner der Fusion führten vor allem ins Feld, dass die Zeit jetzt noch nicht reif sei. Beide Bezirke seien in sich stabil und lebensfähig – eine Fusion zum jetzigen Zeitpunkt komme zu früh.

Die Mehrheit konnte sich diesen Argumenten nicht anschließen – es wurde vor allem auf den Mut verwiesen, hier und heute zu beginnen kirchliche Strukturen so aufzustellen, dass sie langfristig lebbar sind. Dazu die beiden Dekane Albrecht und Hartmann: Wir wollen in guten Zeiten proaktiv tätig werden, damit wir, wenn schwierigere Jahre kommen, dann nicht nur reagieren können.

Allen war klar, dass sie eine Entscheidung treffen, die hohe Auswirkungen und historisches Ausmaß haben wird. Entsprechend engagiert wurde diskutiert, entsprechend kontrovers wurde argumentiert.
Und am Ende stand in beiden Synoden die Mehrheit: die Fusion kommt. Und mit ihr ein neuer Kirchenbezirk: Calw-Nagold.

Mit Nagold nach Israel!

Mit Nagold nach Israel! Eine großartige, einzigartige Gelegenheit. Möchten Sie in familiärer Atmosphäre das alte und neue Gesicht des Erez Israel kennenlernen? Möchten Sie sich unter fachkundiger Leitung die Biblischen Stätten zeigen lassen? Möchtet Sie zusammen mit anderen sich erholen, im...

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